Bergaktivierung #412


DL4MFM's Amateur Radio Blog
Bergaktivierung #412

Bergaktivierung #409

Für den letzten WNA (Westfalen Nord Aktivitätsabend) im Jahr 2013 hatte ich nur eine Stunde Zeit. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wurde die Station, bestehend aus FT-817 + 2m PA (ca. 20w) und einer 4x Oblong Antenne (nach DK7ZB) aufgebaut. Die Ausbreitungsbedingungen schienen gut zu sein und nach den ersten Rufen meldete sich DK7ZB selbst aus dem 186km entfernten JO51AE.
Nur kurze Zeit später antwortete mir SP2CHY aus der Nähe von Danzig (JO90GO) für 739 km. Das war nicht nur ein „neues Land“ vom Piesberg sondern auch gleichzeitig einer neuer Weitenrekord (ODX).

Noch einige Stationen aus weit mehr als 400km Entfernung kamen in das Log. Nach einer Stunde hatte ich knapp über 3000 Punkte gemacht (QSO-Punkte x N-DOKs) – das ist ein gutes Ergebnis vom Piesberg und damit dürfte die „Mission WNA TopTen“ geglückt zu sein.


Bergaktivierung #404

Telegrafie auf UKW ist immer etwas Besonderes. Darum versuche ich jede Gelegenheit wahrzunehmen, dann von einem Berg qrv zu sein. Das Wetter spielte nicht so richtig mit, naja – November eben. Sonntag Vormittag war es zwar recht stürmisch, dafür aber trocken und so erwischte ich ein niederschlagloses Zeitfenster von zwei Stunden.

Der Sturm machte mir beim Antennenaufbau schwer zu schaffen und die Kälte kroch sofort unter die Kleidung. Trotz +10°C wäre eine Winterjacke angebracht gewesen. Im Telegrafiebereich des 144 MHz Bandes waren etliche Signale zu hören, leider nur schwach. Darum entschloss ich mich, vorerst selbst CQ zu rufen. Der Wind zerrte weiter am GFK-Mast mit der 4x Oblong Antenne. Und dann hörte ich auch schon das typische Geräusch, wenn sich so ein Mast von alleine einfährt: klack-klack-klack-klack. Der Mast war nun zusammengeschoben und einige Drähte der Antenne wurden abgerissen. Mit Krokodilklemmen und Kabelbindern dauerte die Reparatur etwa 20 Minuten und ich war wieder qrv.
Zäh kamen die Stationen ins Log. Der Sturm rüttelte weiter am Antennenmasten … mir wurde immer kälter … und dann hinter mir wieder das entsetzliche Geräusch: klack-klack-klack-klack. Damit war die nächste Antennenreparatur angesetzt.
Nach zwei Stunden und 40 QSO im Log, die weiteste Berbindung war mit 518km OL3Z in Prag, kam von Westen eine dunkle Wolkenfront heran. Das sah nicht gut aus … also schnell alles zusammenpacken und weg. Die Entscheidung war richtig. Gerade zu Hause angekommen gab es Blitz, Donner, Hagel und schweren Regen.


Bergaktivierung #403

Am 3. Oktober, Deutschlands Nationalfeiertag, gibt es genug Gelegenheiten an Amateurfunkaktivitäten teilzunehmen. Z.B. dem DTC, dem Deutschen Telegrafie Contest, oder am Distrikt Nordsee Aktivitätstag.
Der Distrikt Nordsee Aktivitätstag ist hier aber mein Favorit, da auf etwas selteneren Frequenzen die Bergpunkte gemacht werden können: 28 MHz, 144, MHz auch 70cm.

Das Wetter war hervorragend und das Thermometer zeigte 22°C an … allerdings mit eiskaltem Wind.

nach etwa 1 1/2 Stunden, nach dem 28 MHz Teil des Nordsee-Aktivitätskontests und nach einer Stunde 2m SSB, sollte es auf den SOTA Frequenzen weitergehen.

Das Reverse Beacn Network zeigte tolle Ausbreitungsbedingungen an. Mein Signal wurde in China, Japan und sogar Neuseeland gehört. Leider kam aus diesen Ländern keine Station in mein Logbuch.

zum Schluss waren immerhin 110 QSO / Verbindungen mit 19 DXCC-Ländern im Logbuch.

Bergaktivierung #402

Leider waren die UKW Ausbreitungsbedingungen nicht so spektakulär wie im September, aber immerhin sind in 1 1/2 Stunden 53 QSOs ins Log gekommen. Wie man auf der QSO Karte sehen kann, sind auffällig viele Verbindungen Richtung Südwesten gelungen.
Das Wetter war den ganzen Tag sonnig, gegen Abend fiel das Thermometer auf 7°C und es war die erste Aktivität mit Wintermütze.
Standort Piesberg: JO42AH, SOTA DM/NS-108, ca. 20w output, Antenne 4xOblong (nach DK7ZB).


Zum Westfalen Nord Aktivitätsabend (jeden ersten Dienstag im Monat, 19-21 Uhr Ortszeit) am 3. September, hat mir ein Termin dazwischengefunkt und ich konnte nur noch die letzten 33 Minuten auf 144 MHz teilnehmen. Aber die hatten es in sich. Schon nach zwei CQ-Rufen meldete sich die erste Station und bis 21.00 Uhr Ortszeit waren dann 37 gültige QSO im Log. Erst dann kam ich dazu, ein bisschen über das Band zu drehen. Noch etliche Stationen aus Dänemark konnte ich hören und arbeiten. Und natürlich SK7MW. Im Bakenband war LA8VHF südlich von Oslo ausgezeichnet zu hören, leider aber keine einzige LA Station in CW oder SSB. G7RAU aus IO90IR (Insel Wight) hat mich leider als DL0GAA/p geloggt – also ein ungültiges QSO.
Insgesamt tolle Bedingungen und mit einem KLICK kannt der Leser sich die QSO-Karte mit den Stationen, die mir einen Locator gegeben haben, ansehen.
Station: FT-817 ND mit Alinco ELH260D ~20 Watt out auf eine DK7ZB/4xOblong
(Bergaktivierung #401 SOTA/GMA DM/NS-108 – DL0GMA/p)

Da ich nicht genau wusste, wie die Beteiligung am „Norddeutschen Höhentag“ sein wird, bin ich kein großes Risiko eingegangen und war von meinem „Hausberg“ qrv. Station wie am Dienstag zuvor: 4x Oblong, FT817ND mit kleiner PA. Das Wetter spielte seine gesamte Palette aus, von einem kurzen Regenschauer bis zu längeren sonnigen Abschnitten.
Wie erwartet waren nicht viele Stationen auf 144MHz qrv; dennoch fanden 14 Rufzeichen ihren Weg in mein Logbuch. Sogar eine „Summit to Summit“ (S2S) Verbindung mit dem 141km entfernten Beulberg DM/NW-246, auf dem DO4DB/p und DO2LR/p qrv waren. Neue Weitenrekorde waren aber dennoch nicht zu verzeichnen, hier die Karte mit den Verbindungen.
Nach einer Stunde zähem Funkbetrieb habe ich dann qrt gemacht und wollte noch erkunden, warum ein Kühlschrank mitten auf dem Berg stand und was der LKW zu bedeuten hatte. Die jungen Leute am LKW erklärten mir dann, dass es sich um eine Kunstausstellung der Kunstgruppe NARTUR (im LKW) mit Bier (im Kühlschrank) handeln würde.

So richtig Lust hatte ich eigentlich nicht zur Aktivität. Aber Gelegenheiten, die Bergpunkte leicht auf UKW zusammen zu bekommen, gibt es auch nicht so viele. Deshalb habe ich nur die 4 x Oblong-Antenne mitgenommen und bin ab 20.00 Uhr für eine Stunde im WNA (Westfalen Nord Aktivitätsabend) qrv gewesen.
Überraschenderweise waren die Bedingungen ausgezeichnet. PA6FUN war im DAC (Dutch Activity Contest) qrv und hatte von der Insel Ameland (IOTA EU-036) ein ausgezeichnetes Signal auf dem Piesberg. OZ1ALS von der dänischen Insel Als sammelte Punkte für den NAC (Nordic Activity Contest) und hatte ein ungewöhnlich starkes Signal.
Und dann meldete sich HB9MFM aus JN37SG für 561km und war damit die weiteste Verbindung des Abends. Richtung Norden ging es bis zu SK7CY aus JO65RJ für 493km.
Nun war es doch noch ein gelungener Abend bei angenehmen Temperaturen und 47 QSO auf 144MHz in etwa einer Stunde.
Hier ist die Karte mit den Stationen, die mir einen QTH-Locator genannt haben! Wie man sieht, geht keine Verbindung ist die Osthälfte Deutschlands. Das liegt wohl daran, dass dort schwere Gewitter gewesen sind und die meisten OM sicher den Antennenstecker abgezogen hatten.


Bis zum Mittag hat es geregnet, aber dann klarte es auf und der Frühling kam zum Vorschein. Die Bedingungen waren zwar noch immer nicht besser auf den unteren Bändern, aber in der Sonne ließ es sich gut aushalten und so blieb ich ungewohnt lange auf der Bergkuppe. Station: ca. 75w, MP-1 mit verschiedenen Strahlern, Palm Paddle und Code Cube.




Natürlich darf bei einem richtigen Funkwochenende der Piesberg nicht fehlen. Mit der GMA und SOTA Referenz DM/NS-108. Im Gegensatz zum vorher besuchten Torenberg in Holland habe ich auf meinem Hausberg (in Sichtweite vom Home-QTH) die Sendeleistung auf 100w erhöht. Das ist natürlich auch direkt in den RBN-Spots bemerkbar. Bis nach Japan war der Piesberg zu hören.
Peter spannte seinen Steckdipol vom Aussichtsturm. Leider trat ein technischer, auf dem Berg irreparabler, Defekt auf und der Dipol war nicht brauchbar. So haben wir uns meine MP-1 Antenne geteilt und den Piesberg sowie den Geopark TERRA.vita (DLFF-125) auf Kurzwelle übertragen.