Meine Dipole wurden nun durch eine einzige Antenne ersetzt. Die Doppel-Zepp funktioniert bis 160m. Nicht ganz so bequem wie die Dipole, weil sie je Band abgestimmt werden muss, aber immerhin habe ich nun 2 Bänder mehr: 80m und 160m.
IC 706 auf 160m im Test
Die Performance scheint okay zu sein: Mit 10w konnten einige SOTA Stationen im 40m Band auf Anhieb erreicht werden, ein Test mit einem OV-Kollegen auf 160m hat geklappt und auf 80m sind zwei Stationen aus Israel im Log.
Mein Dank gilt Peter, DK2RMP, der keine Höhe scheut und für mich der Klettermaxe des Jahres ist!
Die Abmessungen: ein ~42m langer Dipol in etwa 8m Höhe, die Hühnerleiter ist ~14m lang.
Die Holter Burg (WCA DL-00281)Mauerreste in der Burgruine
Von der Holter Burg bestehen nur noch ein paar Reste und viele Wälle. Auf meiner kleinen Rundwanderung am Holter Berg bin ich dort vorbeigekommen. Die Station baute ich schließlich in der Aktivierungszone des Holter Bergs und der Burg auf, sodass alle QSO für das GMA und WCA gültig sind.
Das Wetter war nicht annähernd so, wie es schon tagelang versprochen wurde (wie unschwer auf den Fotos zu erkennen ist), es hat sogar teilweise heftig geregnet.
Antenne: modifizierte MP-1, 5w out aus YAESU FT-817, PalmPaddles mit Codecube.
Endlich einmal am Wochenende Sonne und Temperaturen deutlich über Null Grad. Aber leider ein Kontest auf Kurzwelle (SPDX). Nach dem Kontestende (17:00 Uhr) bin ich dann los: unangekündigt, qrp, von einer GMA-Referenz. Das ist voller Schwierigeitsgrad, um 4 QSO in das Log zu bekommen. Startpunkt sollte der Wanderparkplatz Mühlenort sein, bis zum Westerberg sind es etwa 2,5 km zu Wandern. An den Wanderstöcken merke ich, dass der Boden noch hart gefroren ist, manche kleine Wasserstellen sind noch zugefroren und hier und da sind auch noch unscheinbare Schneeflecken zu entdecken.
Am Ziel angekommen baue ich die Station, bestehend aus Yaesu FT-817
Über Stock und Stein …
ND, Palm Paddles, MP-1 mit verlängertem Strahler, auf. Die 40m GMA Standard-Frequenz für Telegrafie ist 7034 kHz. Ein CQ nach dem anderen sendet der Code-Cube für mich. Aber keine Antwort aus dem Äther erreicht mich. Schweren Herzens entscheide ich mich für einen Selbstspot (sowas ist im Bergfunk überhaupt nicht verpönt, häufig sogar die Regel). Als ich das Smartphone mit der GMA/SOTA „Rucksack-App“ von Jörg, DL1DLF herausgefummelt habe, bietet sich mal wieder das gewohnte Bild: kaum Empfang, Internet geht gar nicht.
Zu meiner Standard-Ausrüstung gehört jedoch ein Samsung Outdoor Handy. Das hat eigentlich immer Empfang und Dank unseres GMA SMS
DC7CCC/p
Gateways war es dann auch kein Problem einen Spot in das Internet nach GMAwatch abzusetzen. Kurz darauf meldeten sich schon Manfred, DK7ZH, und Fritz, DL4FDM. Die benötigten zwei weiteren Stationen waren dann auch schnell im Log. Danach habe ich die Sachen gepackt und es ging zurück zum Wanderparkplatz.
Der Kammweg auf der Endmoräne „Trillenberg“VE2DBE’s Radio Mobile
Der Trillenberg ist der höchste Berg der Ankumer Höhe im Naturpark TERRA.vita (DLFF-125), eine Endmoränenlandschaft nördlich von Osnabrück. Bei fast sommerlichen Temperaturen (9°C) wollte ich von
hier ein paar QSO im VHF AGCW 144 MHz Wettbewerb machen. Die Ausbreitungsvorhersage von Radio Mobile Online gab eine zufriedenstellende Prognose, dass die vier QSO für das GMA kein Problem sein dürften. Leider deckte sich die Vorhersage nicht mit der Realität. Die Stationen kamen zäh ins Log und nach den geforderten 4 QSO habe ich qrt gemacht, 9°C können doch schon ganz schön kalt sein … also warten wir weiter auf den Frühling.
Jörg, DL1DLF, hat ein Android Spotting Tool für GMA und SOTA entwickelt. Mehr Informationen und den Download-Link gibt es hier: http://www.cqgma.eu/infofaq.php
Ein kleiner Nachschlag auf die Wintertour. Letzten Samstag (16.2.) habe ich noch 62 qso von der „Hohen Liete“ aus dem Sauerland gemacht. Startpunkt war der gleiche Wanderparkplatz wie schon zuvor zum DM/NW-222. Es geht einfach vom Parkplatz nur aufwärts. Hoch Hoch Hoch. Die Bergkuppe ist Kyrill zum Opfer gefallen, für Funkamateure freier Schuß in alle Richtungen. Darum waren auch nur 50 Minuten notwendig, und das Log war voll.
Standort per APRS. Vom Wanderparkplatz (links oben) geht es über den Wanderweg A3 auf die Bergkuppe.
Über mangelnden Schnee konnte ich mich nun auch im Sauerland nicht beschweren. Ziel sollte der im Naturpark Homert gelegene 575,5m hohe Dümberg (DM/NW-222) sein, der von einem nahegelegenen Wanderparkplatz an der L519 (Auf dem Schoten) bei Endorf liegt. Das GPS Gerät zeigte nur 1,2 Kilometer Entfernung an, allerdings bei über 250m Höhenunterschied. Darum führte der Wanderweg auch in einem riesigen Bogen auf den Gipfel. Vorher irgendwo hinaufzukommen war so gut wie nicht möglich: zu steil um querfeldein zu gehen, zu hoher Schnee, Wege nicht erkennbar.
Standort per APRS. Vom Wanderparkplatz (links unten) geht es in einem großen Bogen auf die Bergkuppe. (Open Street Map)
Der Aufstieg dauerte schweißtreibende 1,5 Stunden. Auf der Bergkuppe kamen dann aber schnell 48 QSO ins Log und als es heftig anfing zu Schneien, habe ich qrt gemacht. Der Abstieg war dann auch nicht viel einfacher, ich habe versucht über einen Querweg den Rundwanderweg Richtung Parkplatz wieder zu erreichen, dieser Weg endete aber in einem Kyrill-Windbruch. Die Durchquerung nahm viel Anstrengung und Zeit in Anspruch, nach weiteren 1,5 Stunden war ich wieder am Auto. Die Aktivierung am nächsten Tag musste ausfallen …
Mario, DC7CCC, auf dem Haferberg im Kaufunger Wald
Auf dem Rückweg ins Sauerland stattete ich dem südlichsten referenzierten Berg Niedersachsens, dem Haferberg (DM/NS-138) im Kaufunger Wald, einen Besuch ab. Eine abenteuerliche Fahrt durch die Serpentinen auf der L563 von Kleinalmerode Richtung Nieste bis zum Wanderparkplatz war das. Vom Wanderparkplatz selbst folgt man einfach dem „Frau-Holle-Weg“ bis auf den Gipfel. Entlang des Weges sind immer wieder die alten Grenzsteine zwischen Hannover und Hessen zu sehen. Die hessische Seite gehört zum Naturpark Meißner-Kaufunger Wald (DLFF-085), die 580m hohe Bergkuppe liegt knapp auf niedersächsischer Seite im Naturpark Münden (DLFF-086).
Von hier war ich qrp qrv (5w auf MP-1 Antenne), was man auch direkt an den empfangenen Rapporten merkte; dennoch kamen in einer guten Viertelstunde Funkaktivität problemlos 15 QSO ins Log, was bei den winterlichen Temperaturen völlig ausreichend für eine QRP-Aktivität ist.
Der Frau-Holle-Weg. Heute hatte sie die Betten gut ausgeschüttelt …
Ein alter Grenzstein zwischen dem Königreich Hannover und Hessen
Blick vom Haferberg über den Kaufunger Wald Richtung Meißner
Heute sollte es etwas „ruhiger“ angehen. Peter und ich haben den Großen Beerberg (DM/TH-001), die höchste Erhebung Thüringens, als Ziel auserwählt. Vorher war aber noch ein Besuch bei OM Reinhard (DO1RGI) in Gräfenroda geplant.
Nanu – was ist das? Eine Zwergenfunkstelle?
Reinhard zeigte uns seine Zwergenmanufaktur und bei einer Tasse Kaffee ging es natürlich um’s Funken.
Rohlinge aus Ton gegossen
Ein Teil der Werkstatt
Museum und Produktionsstätte
Dann sollte es aber richtig winterlich werden. Zum Wanderparkplatz am Großen Beerberg führte eine Straße mit festgefahrener Schneedecke.Auf dem Weg zum Wanderparkplatz
Neuschnee lag auf verharschtem Schnee und dadurch wurde der Weg besonders anstrengend. Der höchste Punkt selbst liegt in der Kernzone des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald (DLFF-032). Es führt kein Weg in die Kerzone und somit ist das Betreten verboten. Am Standort der ehemaligen Aussichtsplattform war der Schnee fast ein Meter hoch. Nachdem wir die Station aufgebaut hatten, war wirklich nur Minimalfunk angesagt. Ich habe genau 4 QSO gemacht, bei Peter waren es ein paar mehr und dann schnell wieder zurück zum Auto.
Wegweiser am Wanderparkplatz
Die Kernzone des Biospärenreservats
Peter DK2RMP
Mario DC7CCC
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