„Drive-On“ Summit

auf dem HesterbrinkWer einmal das Bergfunken ausprobieren möchte ohne auf einen Berg zu klettern, der kann das nun auch im Osnabrücker Land. Der Hesterbrink in Melle ist seit März ein offizieller SOTA Berg mit der Referenz DM/NS-199. Das Besondere am Hesterbrink ist, dass man mit dem Fahrzeug direkt in die Aktivierungszone fahren kann. Ein großes Stück Windbruch im Wald direkt neben der Straße bietet ausreichend Platz für Drahtantennen.

Am Wochenende sind mir mit einem QRP-Transceiver (Spatz von QRPproject) 23 QSO in 30 Minuten Betriebszeit gelungen. Mit einem 100W Trx und etwas mehr Zeit schafft man locker die drei- bis vierfache QSO Zahl.

Was braucht man dazu?

SOTA-DL
SOTA-DL

Einen Kurzwellen TRX, vorzugsweise Aktivierung auf dem 40m Band. Telegrafie im Bereich 7030 bis 7034 kHz und SSB um 7115 kHz. Eine Angelrute oder einen GFK-Mast als Antennenhalterung für Langdrähte oder Dipol sind von Vorteil.

Unbedingt beachten: Der Betrieb aus einem KFZ ist für SOTA verboten, die Stromversorgung darf nicht aus einem Brennstoff-Generator gewonnen werden. Bewährt haben sich hier wartungsfreie Blei-Gel-Akkus. Für’s Ausprobieren am Hesterbrink geht natürlich auch eine Autobatterie.

Standort: Die Aktivierungszone umfasst das Gebiet des Gipfels und alle Teile des Berges, die nicht weiter als 25m unterhalb des Gipfels liegen. Der Hesterbrink ist 234m hoch und die Straße Hesterbrinkweg liegt auf etwa 222m. Somit ist die Straße 12m unterhalb des Gipfels und liegt in der Aktivierungszone.

Betriebstechnik: Die aktivierende Station ruft CQ SOTA. Auf die ersten Antworten muss man meistens nicht lange warten. Neben dem Rapport wird auch die Referenznummer übermittelt. Während in Telegrafie das Pile Up häufig im Konteststil abgearbeitet wird, geht es in SSB ein wenig gemütlicher zu und hat fast QSO-Charakter.

Viel Spaß und gl!

Einige interessante Links zu SOTA:

 

2 Antworten auf „„Drive-On“ Summit“

  1. Moin!
    Heißt es in den SOTA-Regeln nicht „Die Methode für das Besteigen des letzten Stücks zum Gipfel muss mit Muskelkraft erfolgen. Gültige Methoden sind Wandern, Ski und Mountain Bike.“ ?
    Also mMn nix mit „Drive-in“!
    Wobei man natürlich „das letzte Stück zum Gipfel“ seeeeehr frei auslegen kann. Das könnten auch 2m vom Parkplatz ins Grüne sein.
    Nix für ungut! Jeder so wie er’s mag!
    Gruß aus dem Schwarzwald,
    vy 73 de Thorsten, DL3BC

  2. Natürlich mag der ein oder andere denken, dass das nicht im Sinne von SOTA ist. Aber es ist regelkonform (es wurde schon bis zum Abwinken im englischsprachigen Forum auf http://www.sotawtach.org diskutiert). Und ich bin ganz dankbar dafür, dass es ein paar wenige Gipfel gibt, die leicht zu erreichen sind. Einmal, um Neugierigen eine Chance zu geben, ohne großen Aufwand einen Blick in diese Art des Amateurfunks zu tun. Andererseits haben z.B. auch Menschen mit Behinderung die Gelegenheit, wenn sie möchten, „Adventure Radio“ zu machen – und zwar aktiv.

    Das ist für mich viel wichtiger, als irgendwelche Bedenken, es könnte sich jemand zu einfach machen.

    73, Mario DC7CCC

Kommentare sind geschlossen.