DM/NW-182 Kehlberg / Naturpark Homert DLFF-073

… und das Thermometer in der Sonne kletterte noch über 54°C. Die Geräte (und der Operator) heizten sich dermaßen auf, dass ich nach einer halben Stunde qrt gemacht habe.


DL4MFM's Amateur Radio Blog

… und das Thermometer in der Sonne kletterte noch über 54°C. Die Geräte (und der Operator) heizten sich dermaßen auf, dass ich nach einer halben Stunde qrt gemacht habe.


Das eigentliche Ziel meiner kleinen (Funk-) Reise sollte das Saarland sein und über eine westliche Route können gleich noch Berge in Belgien, Luxemburg und Frankreich besucht werden. Premiere auch die ersten Aktivitäten mit meinem neuen/alten Rufzeichen DL4MFM. Das hatte ich vor 4 Jahren gegen ein anderes getauscht, weil eine Piratenstation über Monate ebenfalls DL4MFM benutzte.
Der erste Anlaufpunkt sollte also der höchste Punkt in Belgien sein:

Der „Signal de Botrange“ ist ein sogenannter „Drive On“. Eine vielbefahrene Straße führt direkt über die Bergkuppe, ein riesiger, staubiger Parkplatz liegt in der Aktivierungszone. Die vielen Motorradfahrer, die bei dem sommerlichen Wetter unterwegs sind, machen einen Lärm, dass ich selbst mit Kopfhörer keine Ruhe habe. Ein paar Jugendliche versuchen auf dem Parkplatz herauszufinden, wer die größte Staubfahne hinter seinem Auto herziehen kann. Nach 50 QSO (ONFF-001 für das GMA Triathlon) mache ich qrt. Reicht. Hier muss ich echt nicht wieder hin.

Nach der Übernachtung in der „Adventure Academy“ (wie passend) geht es dann am nächsten Tag weiter Richtung Luxemburg.

In LX wollte ich den 416m hohen Kiirchbësch aktivieren. Die Straße, die ich eigentlich fahren wollte, war für Autos und Motorräder gesperrt. Aber an der N10 fanden sich einige Parkplätze. Problem war nur, dass es keine Wanderwege gab. Also nach GPS quer durch den Wald und über ein paar Wiesen bis zum vorgesehenen Punkt. Aber hier hätte man sowieso nicht Parken können, alles viel zu eng. Also, war es so gut, wie es ist.
Von hier aus folgt man dann einfach dem Wanderwegezeichen „Grünes Dreieck“ bis zur Bergkuppe für insgesamt 214 erwanderte Höhenmeter. Die Bergkuppe liegt im Wald und von hier habe ich Betrieb gemacht, etwas unterhalb befindet sich eine große freie Fläche, evtl. ist die noch in der Aktivierungszone. Das habe ich aber nicht nachgemessen.
Nach dem Besuch der Saarschleife ging es dann am nächsten Tag kurz hinter die französische Grenze zum 412m hohen Le Mottenberg F/VO-055. Dieser Berg ist ein fast „Drive-On“ mit einer Fußwegestrecke von vielleicht 300m. Manko: Es führen direkt über den Mottenberg zwei Hochspannungsleitungen und ein Mobilfunkmast mit zusätzlichen Parabolantennen steht auch fast auf der Kuppe. Das Knistern der Leitungen war deutlich zu vernehmen und nach dem Einschalten des Funkgerätes lag der Störpegel bei S9. Nur Telegrafie mit dem schmalbandigen 300Hz Filter brachte Abhilfe. Ich denke, SSB ist von hier so gut wie nicht möglich.
Ich habe noch bis 11.00 Uhr Ortszeit gewartet, weil dann mein Funkfreund Manfred, DK7ZH, von einem Berg qrv werden wollte. Leider habe ich nur Stationen gehört, die mit ihm Kontakt hatten, ihn selbst nicht. Also die Sachen gepackt und weiter ging es Richtung Hargartener Höhe DM/SR-077. Vom Parkplatz an der L346 führt ein Weg im großen Bogen Richtung Bergkuppe die etwa 1,8km mit nur 39m Anstieg entfernt ist.
Der letzte Berg heute sollte das Langensteinchen DM/SR-075 werden. Auch hier liegt günstig ein Parkplatz an der L176. Vorbei an uralten Grenzsteinen geht es erstmal einen asphaltierten Forstweg entlang, nach einer Gabelung wird daraus aber ein normaler Waldweg für die letzten 1,2 km. Die Kuppe liegt im Wald, ein letztes Stück wird per GPS navigiert.

Auf dem Rückweg lag eine Wanderhütte mit Höhenangabe (451m). Das wird sicher nicht stimmen, aber die Hütte ist ganz sicher noch in der Aktivierungszone. Von hier kann man dann auch Betrieb machen, jedoch stehen hier viele hohe Bäume. Insgesamt ist die Wanderung 4,3km lang bei 101 Höhenmetern.
Während ich nun einen Tag für Rückfahrt und Erholung am Sorpesee im Sauerland nutzte, sollte am letzten Tourtag noch ein Berg in der Nähe aktiviert werden. Der 480m hohe Hardt DM/NW-244. Vom Wanderparkplatz geht es auf eine 6,7 km lange Wanderung mit 217 m Höhenunterschied.

Auf der Bergkuppe steht ein Mobilfunkmast und dort wurde ein Wendeplatz (Waldwiese) für die Wartungsfahrzeuge angelegt, auf der die Funkstation ausgezeichnet aufgebaut werden kann.


![]() | Nach einigen Monaten habe ich endlich mal wieder Zeit für den „Westfalen Nord Aktivitätsabend (WNA)“ gehabt. Dazu war war sogar noch eine schöner Sommertag vorausgesagt. Also eine ideale Gelegenheit meine aufgewerte UKW-Station zu testen.Die Antennen bestehen aus 2x DK7ZB 5-ele Yagis in fast Leichtbauweise. Fast, weil ich für die Elemente 8mm Alurohre gewählt habe. Das geringfügig höhere Gewicht ist kaum spürbar, dafür sind die Elemente stabiler und verbiegen nicht so leicht. Mein OV-Kollege Klaus, DH5KLI (vormals DO1KLI), hat sich auf den Bau von Antennen spezialisiert und deshalb habe ich mir von ihm die 10 Elemente incl. der Anpassungen anfertigen lassen. Die Boomrohre bestehen aus Elektrikerrohr, das dickste, das ich im Baumarkt fand und die Elementhalterungen sind Weidezaun- bzw Seilisolatoren. Die Elemente werden dort einfach eingesteckt. Also ein „Element-Schnellverschluss“. Wie zwei (oder mehrere) Antennen zusammengeschaltet werden kann man prima bei DK7ZB nachlesen. Die Antennen, der 10m Steckmast von DX-Wire, alle notwendigen Kabel und Befestigungsmaterial passen ausgezeichnet in eine Angeltasche, die sich am Rucksack mit dem Rest der Ausrüstung, befestigen lässt. Der FT-817 wurde noch mit einer leichten und kompakten 2m Endstufe von Alinco aufgewertet, sodass die Sendeleistung zwischen 30 und 40 Watt gelegen hat. Insgesamt lief der Aktivitätsabend nicht schlecht, aber das Angebot an Stationen war in der Vergangenheit schon einmal besser. Dennoch kamen 65 Stationen ins Log, darunter auch Jörg, DL1DLF, für eine S2S (Summit to Summit) Verbindung vom Unnenberg DM/NW-260. |
Die Top5 weiteste Verbindungen:
Ausrüstung:

Der WNA und die vielen Aktivitätsabende, die jeweils am ersten Dienstag im Monat ab 19.00 Uhr Ortszeit stattfinden, machen viel Spaß und im 2m SSB Band ist dann ordentlich Betrieb. Schalt‘ mal ein und nächsten Monat hören wir uns …


Der 807m hohe Scheibenberg ist ein sogenannter „Drive-on“. Man kann also mit dem Auto nach oben fahren. Das hat auch Vorteile, z.B. für gehbehinderte Aktivierer. Oben auf dem Berg erwartet den Besucher ein Gasthof , ein Souvenierladen und ein Aussichtsturm. Die Funkstation kann gut an einem der Aussichstpunkte am Gipfel-Rundwanderweg errichtet werden.
Die Bedingungen schienen gut gewesen zu sein. Trotz des späten Nachmittags bzw. frühen Abends kamen schnell 45 Verbindungen im 40m Band zustande. Nicht unerheblich für solch eine hohe QSO Zahl in kurzer Zeit (hier eine gute halbe Stunde) ist ein DX-Cluster Spot bei dem auch eine DLFF-Referenz gemeldet wird.

Für einen Frequenzwechsel auf ein anderes Band war dann leider keine Zeit mehr.
Arbeitsbedingungen: FT-817 + PA (ca. 50w), modifizierte MP-1 Antenne, Palm-Paddles.




Am nächsten Tag schien die Sonne. Darum haben wir einen Ausflug zum Auersberg bei Johanngeorgenstadt und zum Blatenský vrch bei Horní Blatná unternommen. Während vom Auersberg zahlreiche 40m QSO gelangen, war auf OK/KA-004 das 40m Band wie ausgestorben. Lediglich auf 30m und auf 20m gelangen einige Verbindungen.
Der Gipfel des Blatenský vrch ist „zugepflastert“ mit Amateurfunk- und kommerziellen Antennen, die MP-1 wirkt ein bisschen wie „Spielzeug“ dagegen.
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Eigentlich ist das kein Wetter zum Funken. In 1200m Höhe waren die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und die Sichtweite lag teilweise bei 10m. Aber wenn man nun mal gerade in der Gegend ist … pro Berg kamen dann in einer knappen halben Stunde 30-40 QSO ins Log … und dann schnell wieder weg.


Bis zum Mittag hat es geregnet, aber dann klarte es auf und der Frühling kam zum Vorschein. Die Bedingungen waren zwar noch immer nicht besser auf den unteren Bändern, aber in der Sonne ließ es sich gut aushalten und so blieb ich ungewohnt lange auf der Bergkuppe. Station: ca. 75w, MP-1 mit verschiedenen Strahlern, Palm Paddle und Code Cube.




Besser kann eine Funk-Bergwanderung kaum sein: schönstes Frühlingswetter mit Temperaturen über 20 Grad und dazu noch ein UKW Kontest. Ziel sollte der 319m hohe Wurzelbrink im Wiehengebirge sein, den ich weitab der starken Konteststationen und der sicher in Massen auftretenden Ausflügler vermutete. Start zum 2 Kilometer langen Weg war wie immer der Wanderparkplatz „Hort’s Höhe“ an der Wittekindsbrücke B239.
Mit UKW und KW Ausrüstung hatte der Rucksack schon ein ordentliches Gewicht und es gilt etwa 150 Höhenmeter zu überwinden. Bevor aber die Bi-Quad auf dem Wartturm errichtet werden sollte, hatte ich Kurzwellenbetrieb eingeplant. Auf 40m kamen dann auch zügig die Stationen

ins Log, auf 30m war leider nicht viel zu holen. Darum ab auf den Turm und die Bi-Quad am GFK-Masten aufgestellt. Die erste Station im Log sollte gleich OL7C aus JO60JJ für 356km sein. Mit 5w und der Bi-Quad hatte ich gleich einen guten Fang gemacht. Weitere DX-Station konnte ich zwar hören, aber nicht erreichen. So habe ich mich die S9 starken Station abgegrast und konnte alle loggen.
Während des knapp 2-stündigen Aufenthaltes auf dem Wurzelbrink kamen nur ein paar Mountainbiker vorbei. Prima. So was es geplant.


Nachdem die UKW und die KW-Station wieder im Rucksack verpackt war, ging es weiter um nur wenige hundert Meter entfernten, 315m hohen, Kniebrink. Also, bergab / bergauf.
Der Kniebrink (ex SOTA DM/NW-076) hat eine weitgehend baumlose Kuppe. Sicher sind das noch Kyrill-Schäden. Vom Kniebrink wollte ich nur schnell 4 QSO machen. Dazu bot sich wieder UKW an.
Damit ich den übrigen Kontestteilnehmern kein Doppel-QSO ins Log schreibe, benutzte ich hier das Klubrufzeichen DL0QW/p. Also – schnell die Bi-Quad aufgebaut und im Stehen kamen in nur ein paar Minuten 6 QSO ins Log. Das reichte, die Antenne wieder abgebaut, verpackt und weiter ging die Wanderung. Die Kniebrinkaktion hat keine Viertelstunde gedauert.



Natürlich darf bei einem richtigen Funkwochenende der Piesberg nicht fehlen. Mit der GMA und SOTA Referenz DM/NS-108. Im Gegensatz zum vorher besuchten Torenberg in Holland habe ich auf meinem Hausberg (in Sichtweite vom Home-QTH) die Sendeleistung auf 100w erhöht. Das ist natürlich auch direkt in den RBN-Spots bemerkbar. Bis nach Japan war der Piesberg zu hören.
Peter spannte seinen Steckdipol vom Aussichtsturm. Leider trat ein technischer, auf dem Berg irreparabler, Defekt auf und der Dipol war nicht brauchbar. So haben wir uns meine MP-1 Antenne geteilt und den Piesberg sowie den Geopark TERRA.vita (DLFF-125) auf Kurzwelle übertragen.