Wintertour 2013 (Tag 3)

Heute sollte es etwas „ruhiger“ angehen. Peter und ich haben den Großen Beerberg (DM/TH-001), die höchste Erhebung Thüringens, als Ziel auserwählt. Vorher war aber noch ein Besuch bei OM Reinhard (DO1RGI) in Gräfenroda geplant.

Nanu - was ist das? Eine Zwergenfunkstelle?
Nanu – was ist das? Eine Zwergenfunkstelle?

Reinhard zeigte uns seine Zwergenmanufaktur und bei einer Tasse Kaffee ging es natürlich um’s Funken.

Rohlinge aus Ton gegossen
Rohlinge aus Ton gegossen

Ein Teil der Werkstatt
Ein Teil der Werkstatt

Museum und Produktionsstätte
Museum und Produktionsstätte


Dann sollte es aber richtig winterlich werden. Zum Wanderparkplatz am Großen Beerberg führte eine Straße mit festgefahrener Schneedecke.

Auf dem Weg zum Wanderparkplatz
Auf dem Weg zum Wanderparkplatz

Neuschnee lag auf verharschtem Schnee und dadurch wurde der Weg besonders anstrengend. Der höchste Punkt selbst liegt in der Kernzone des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald (DLFF-032). Es führt kein Weg in die Kerzone und somit ist das Betreten verboten. Am Standort der ehemaligen Aussichtsplattform war der Schnee fast ein Meter hoch. Nachdem wir die Station aufgebaut hatten, war wirklich nur Minimalfunk angesagt. Ich habe genau 4 QSO gemacht, bei Peter waren es ein paar mehr und dann schnell wieder zurück zum Auto.

Wegweiser am Wanderparkplatz
Wegweiser am Wanderparkplatz

Die Kernzone des Biospärenreservats
Die Kernzone des Biospärenreservats

Peter DK2RMP
Peter DK2RMP

Mario DC7CCC
Mario DC7CCC

Wintertour 2013 (Tag 2)

Burg Bilstein
Burg Bilstein

Der Morgen überraschte mit teilweise starkem Schneetreiben. Innerhalb einer halben Stunde war alles weiß. Vorher hatte ich aber noch Fotos machen können …

Burg Bilstein
Burg Bilstein

Burg Bilstein
Burg Bilstein

Burg Bilstein
Burg Bilstein

Mengshäuser Kuppe DM/HE-136

Nach dem Frühstück ging es dann weiter durch das verschneite Sauerland bis in die Hessische Rhön. Hier war ich mit Peter, DK2RMP, und Lutz, DJ3AX, verabredet, um zwei Berge im und um das Hessische Kegelspiel zu aktivieren. In Hessen war es zwar auch kalt, aber nicht mehr so winterlich.

Der 25m hohe Heussner-Turm auf der 473m hohen Mengshäuser Kuppe
Der 25m hohe Heussner-Turm auf der 473m hohen Mengshäuser Kuppe

Während Lutz, DJ3AX, auf 30m 44 QSO ins Logbuch brachte, haben Peter und ich uns die 40m Station geteilt. Mit dem IC-706 (ohne CW Filter) sind mir 31cw QSO und Peter 26 SSB QSO gelungen. Mit über 80 QSOs im RUcksack ging es dann zurück zu den Autos.

ICOM IC 706
ICOM IC 706

DJ3AX an der Taste
DJ3AX an der Taste

Peter, DK2RMP
Peter, DK2RMP

Wisselsberg DM/HE-567

Auf dem Weg zurm Wisselsberg
Auf dem Weg zum Wisselsberg

Der Weg zum Wisselsberg war nicht besonders lang. Die Kuppe ist bewaldet und mit Basaltgestein übersät.

FT-817 ND auf 20m
FT-817 ND auf 20m

Mario, DC7CCC
Mario, DC7CCC


Vom Wisselsberg waren wir mit drei Stationen gleichzeitig auf 3 Bändern qrv. Insgesamt kamen 50 QSOs in unsere Logs.

Peter DK2RMP, Lutz DJ3AX, Benny, Mario DC7CCC
Peter DK2RMP, Lutz DJ3AX, Mario DC7CCC

Großer Inselsberg DM/TH-004

Aber der Tag war noch nicht zu Ende. Lutz wollte sich um das Abendessen kümmern, Peter und ich sind dann noch zum Großen Inselsberg gefahren, um ein paar QSO im WNA / NAC zu machen. Lutz warnte uns schon vor, dass es sehr viele Störungen auf dem Berg geben würde und UKW sehr schwierig sei. Zunächst mussten wir aber mit der Witterung kämpfen, um dann auf dem Berg in knietiefem Schnee die Antenne aufzubauen.

Tatsächlich war in zwei Richtungen ein ungeheures Rauschen im Empfänger: wenn die Yagi direkt auf den Funkturm zeigte und genau in die Rückseite der Antenne. Trotz der Höhe von über 900m meldeten sich nur sehr wenigen Station auf mein „CQ WNA“. Um wenigstens noch die obligatorischen 4 QSO zustande zu bekommen, drehte ich über das Band. SK7MW war nur in starkem QSB zu empfangen, aber tatsächlich waren Station aus dem Distrikt N zu hören und ich erreichte sie beim ersten Anruf. PA1TK kam dann noch mit 432km Entfernung als weiteste Station ins Log. Dann aber schnell alles eingepackt und weg …

Auffahrt auf den Großen Inselsberg
Auffahrt auf den Großen Inselsberg

5ele Yagi mit 5w Output gespeist
5ele Yagi mit 5w Output gespeist


Der Abend verlief dann recht funkertypisch: Fachsimpelei zur „braunschen Röhre“.

DM/TH-012 Großer Farmdenkopf

Wirtshaus am Spessart
Wirtshaus am Spessart

Heute Morgen ging ging die Reise im Spessart weiter. Vorbei am Wirtshaus am Spessart, vorbei an ein paar 10-Punkte Bergen in der bayerischen Rhön ging es in den Thüringer Wald. Viele Baustellen haben leider den Zeitplan ein wenig durchkreuzt. Tatsächlich zeigte eine Baustellenampel in Thüringen 15 (!) Minuten rot. Nach fast vier Stunden Fahrt für
190km bin ich am Großen Farmdenkopf angekommen.

Dieser Berg ist recht leicht zu aktivieren, das zeigt auch wohl die Anzahl der

Antenne am Großen Farmdenkopf DM/TH-012
Antenne am Großen Farmdenkopf DM/TH-012

bisher durchgeführten Aktivierungen. Sobald ich die Aktivierungszone gut erreicht hatte (Gipfelhöhe 875m, Aktivierungspunkt 869m) wurde die Station aufgebaut. 28°C, bewölkter bis bedeckter Himmel:

– Inverted V, Speisepunkt in ca. 10m Höhe
– Spatz 40m CW trx mit ca. 2 W output

Wie schon am Samstag in Hessen waren kaum Signale auf 40m zu hören. In der Hoffnung, wenigstens die vier notwendigen QSO für die 10 Aktivierer-Punkte zu bekommen, ging der erste CQ Ruf ‚raus :

„CQ CQ CQ SOTA de DC7CCC/p DC7CCC/p SOTA + k“

Aber sofort meldete sich die erste Station: Phil, G4OBK, mit dem üblichen 59+++9 Signal. Gleich danach IK3GER und ON4CAP. Das ließ hoffen. Am Ende waren nach 31 Minuten 38 Stationen aus 13 Ländern im Log. Prima!

DC7CCCs SOTA-Mobil
DC7CCCs SOTA-Mobil

… und danach eine Thüringer Currywurst 🙂

Nach weiteren nervigen Baustellen (-Ampeln) wurde für den weiteren Weg Richtung Erzgebirge TomTom angewiesen, den schnellsten Weg zu zeigen.

Nun sitze ich hier in meiner Holzhütte und draußen tobt ein Unwetter. Hoffentlich scheint morgen früh wieder die Sonne …

Geyer_Weiher